Kaffeetasse

Tja, so eine Kaffeetasse ist doch was feines. Nein, Quatsch. Eine Kaffeetasse alleine braucht kein Mensch. Die Füllung macht’s – wie bei so vielen Dingen im Leben. Man nehme also einen gemütlichen spätherbstlichen bzw frühwinterlichen Nachmittag – jenseits von Job und Beruf – und setzt sich ans Fenster seiner Wohnung mit Blick auf den rötlichen Sonnenuntergang, wie man ihn von Fotos kennt. Draussen ist es ein bisschen kalt und windig, drinnen in der Wohnung dagegen kuschelig warm und angenehm. Man guckt auf die Uhr und es ist 17 Uhr – perfekt. Was kommt jetzt? Kaffee, genau. Also man schlurft durch die Wohnung in die Küche, greift in den Hängeschrank über dem Kühlschrank und greift nach seiner Lieblingstasse. Jetzt rüber zur hightech Siemens surpresso compact mit eigenem, eingebautem Mahlwerk, darinnen feinste Kaffeebohnen. Die Tasse druntergestellt und draufgedrückt. Rrrrrrrr…. hmmm, ich liebe dieses Geräusch, welches die Kaffeemühle beim mahlen verursacht. (Hinweis des Autors: Wenn ich das bewerten soll, frisch gemahlener Kaffee ist im Vergleich um Klassen besser als „normaler“ Kaffee.) Dann…Schsch, Sssss…Kaffee wird aufgebrüht. Kurz warten bis die letzten Tropfen in der Tasse gelandet sind. Jetzt zurück zum Sessel, zürcklehnen, Sonnenuntergang genießen.

1. Akt:

Die Kaffeetasse ist voll

Die mit Liebe gemachte Tasse Kaffee an den Mund geführt, der Duft frisch aufgebrühten Kaffees steigt in die Nase, nippen, Augen schliessen, noch ein Stück weiter zurücklehen…und langsam die Tasse wieder abstellen bevor man einpennt und einem die Tasse aus der Hand fällt.

2. Akt:

Die Kaffeetasse ist halbvoll

Die Kaffeetasse ist halbvoll.
Die Kaffeetasse ist halbvoll.

Sehnsüchtig blickt man über den Tassenrand und sieht nur noch einen Schluck kalten Kaffee. Man schließt die Augen noch etwas fester und versucht sich daran zu erinnern, wie der Kaffee heiss geschmeckt hat. Einige schaffen es, soviel Fantasie aufzubringen, dass sie sogar behaupten, kalter Kaffee würde noch besser schmecken als heisser (Hinweis des Autors: Quatsch). Und kalter Kaffee macht ja bekanntlich schön (Hinweis des Autors: auch Quatsch).

3. Akt:

Die Kaffeetasse ist leer

(Hinweis des Autors: Anders als im Kino endet der 3. Akt nie mit einem Happyend.)… Sie steht auf dem Tisch. Man weiss, dass sie leer ist. Anyway, man greift zum wiederholten Male danach und blickt tief hinein und erblickt auf dem Tassenboden nur noch Kaffeesatz. Ein paar ganz hartgesottene setzen trotzdem noch mal an und versuchen den letzten Tropfen rauszholen – vergeblich. In den Sonnenuntergang blickend bleibt der Gedanke, ob man noch mal aufstehen soll und sich wieder zur Kaffeemaschine kämpft.

…zwar kein Happyend, aber so ein Event kostet dafür auch nur kleines Geld. 😉

Gute Nacht,
Abi92

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